Seit den Anfängen der kaiserlichen Marine pflegen Offiziere, die zum gleichen Zeitpunkt eingetreten sind, einen besonders engen Zusammenhalt. Sie bezeichnen sich als CREW und der Name der Crew ergibt sich aus dem Eintrittsmonat und -jahr.

Klar also, dass die Angehörigen der Marineoffiziercrew VII/73 im Juli 1973, genau am 02.07.1973, einberufen wurden.

Die Bundeswehr war damals nur 17 Jahre alt und durchlebte noch einige Veränderungen. So wurden z.B. Anfang der 70er Jahre die Hochschulen der Bundeswehr (heute: Bundeswehruniversitäten) in Hamburg und München eingerichtet und das Studium der Ingenieur- oder Wirtschaftswissenschaften bzw. der Pädagogik obligatorischer Bestandteil der Ausbildung bei Dienstzeiten ab 12 Jahre.

Dies bedeutete, dass ganze Jahrgänge junger Offiziere für drei Jahre dem Dienst in der aktiven Flotte/ Truppe entzogen wurden. Diese Tatsache bedingte wiederum die Verringerung der Mindestverpflichtungszeit für Reserveoffizierbewerber auf zwei Jahre.

Neben den Berufs- und Zeitoffizieranwärtern rekrutierte nämlich die Marine auch solche unmittelbar nach vorgeschaltetem Auswahlverfahren, während Heer und Luftwaffe Reserveoffiziere während der allgemeinen Dienstzeit aus den Mannschafts- und Unteroffizierdienstgraden gewinnen.

Am 02.07.73 traten somit rund 100 Berufs- und Zeitoffizieranwärter (Verpflichtungszeit 12 Jahre - ZO12) der Crew ihre Grundausbildung auf Segelschulschiff GORCH FOCK in Flensburg an, während die ungefähr gleiche Zahl Reserve- und Zeitoffizieranwärter (Verpflichtungszeit unter 12 Jahren - ZO<12) an der Plöner Marineunteroffizierschule (MUS ) zur Inspektion GA (Grundausbildung) wurden.

Die Ausbildungswege dieser beiden Teile der Crew kreuzten sich nur zweimal: Im Januar 1974 an der Marineschule Mürwik (MSM) in verschiedenen Inspek- tionen sowie Ende April 1974 auf der Pier in Djakarta, als der ROA/ZOA<2 Teil von Bord und der BOA/ZOA12 Teil an Bord von Schulschiff DEUTSCHLAND ging.

Im Offiziergrundlehrgang (OGL) des ROA/ ZOA<12 Teils der Crew von Oktober 73 bis Januar 74 waren noch sog. Seiteneinsteiger, d.h. aus der Flotte qualifizierte OAs hinzugekommen.

Das Crewwappen war bereits nach einem Ideenwettbewerb, den Sven Andresen gewann, während der Grundausbildung an der MUS in Plön entstanden. Die drei Streifen im Spinnacker wurden später als Symbol für die drei Wurzeln der Crew, d.h. GA GORCH FOCK , GA MUS Plön und Seiteneinsteiger, definiert.

An der Marineschule Mürwik hatten die beiden Vertrauensmänner der Inspektionen, Hubertus von Rochow und Jens-Peter Voss, in einem gemeinsamen Aufruf die Initiative bekannt gemacht, der Tradition entsprechend eine einheitliche Crew VII/73 zu bilden.

Die nur zwei Jahre aktiv dienenden Reserveoffiziere schieden im Range eines Leutnants zur See bereits Ende Juni 1975 aus der Bundesmarine aus. Der Bedarf, den Zusammenhalt zu pflegen, war somit für den RO Teil früh gegeben und führte zu einem ersten Crewtreffen 1976 in Hamburg.

Seitdem und ohne Unterbrechung trifft sich die Crew jedes Frühjahr an wechselnden Orten. In Kassel 1978 wurde von den versammelten ROs und ZOs bekräftigt, dass es bei der einheitlichen Crew bleiben sollte, obwohl damals praktisch kein Kontakt zu dem (noch) aktiven Teil bestand.

Inzwischen sind nicht nur wie selbstverständlich beide Teile der Crew voll integriert, sondern auch unsere Söhne und Töchter machen bei den jährlichen Treffen und darüber hinaus (z.B. mit einer "Gruppe" im StudiVZ) voll und ganz mit.
Auch Angehörige unserer bereits verstorbenen Kameraden, Witwen und Nachkommen, gehören weiter aktiv dazu. 

Matrose OA

Matrose
 

Gefreiter OA

 

Seekadett

 

Fähnrich zur See

 

Leutnant zur See

 

Oberleutnant zur See

 

Kapitänleutnant

 

Korvettenkapitän

 

Fregattenkapitän

 

Kapitän zur See

 

Flottillenadmiral

 

Konteradmiral

 

Vizeadmiral

 

Admiral

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